Veränderung in Wuchsrichtung mit dem Leben

 

Hallo- ich melde mich an diesem sonnigen Wochenende mit einer Anregung zur chronischen Zufriedenheit!

Wie das geht?

Also: aufrecht hinsetzen, den Bauch entspannen und lächeln. Auch mit den Augen lächeln. Dann die Augen schließen und das Lächeln nach Innen strahlen lassen. Gütig und liebevoll- wie eine Königin, die zufrieden in ihr Inneres Reich schaut.

Das Lächeln breitet sich aus – im ganzen Körper- alle Organe werden davon geflutet.

So.

Und dann sagst Du- ja sprich es aus: Ich bin mit mir und meinem Leben total zufrieden und glücklich.

Na?

Was passiert? Meist gibt es einen kleinen Moment des Widerspruchs- ein Thema, das anklopft- etwas, was dieser Zufriedenheit noch im Weg steht.

Was ist es?

Nimm es in die Hand und lege es in eine schöne imaginäre Schachtel und stelle sie neben dir ab.

Dann wieder Lächeln- es nach Innen strahlen lassen. Den Satz wiederholen, wenn noch ein Thema kommt, es wieder in die Schachtel legen- lächeln bis es ruhiger wird. Diesen Zustand genießen. Auskosten.

Und nun die Augen öffnen. Du schaust auf deine Schachtel-

und?

Du lächelst ihr zu!

Jede Situation hat viele Möglichkeiten, in all unseren Irrtümern und Zuständen gibt es Türen und Raum zur Entfaltung.

Eine alte Dakiniweisheit besagt: Das Paradies ist ganz exakt dort, wo Du jetzt gerade bist- nur mit einem Lächeln. Und einer Schachtel möchte ich ergänzen ;)

 

Ja- wir haben immer so einiges in der Schachtel. Wünsche. Notwendigkeiten. Schmerzen. Festgefahrenes.

Ach - es gäbe so vieles zu verändern. Wir werden täglich geflutet mit Informationen zur Selbstoptimierung. Dass wir uns selbst freundlicher behandeln, gesünder leben, Work-Life Balance halten, meditieren, orgasmieren und was weiß ich alles sollten- ach- geschenkt!

Wir haben es längst verstanden- das Mentale ist so schnell- aber die Umsetzung….

Sie hängt auch ab von unseren Gefühlen- doch der Emotionalkörper ist schon eine ganze Ecke langsamer und unberechenbarer als der Verstand. Und bis sich dann unser physischer Körper bewegt- und die Veränderung  wirklich umsetzt - oh- die Materie ist träge! Aus der Hirnforschung ist bekannt: Am leichtesten entwickeln und  verändern wir uns, indem wir mit ganzheitlichen  Methoden in optimaler Umgebung neue gute Erfahrungen  machen! Damit es nicht nur Theorie bleibt, bei deren Nicht- Umsetzung wir uns dann zudem noch schlecht fühlen, brauchen wir wirksame Impulse für unser ganzes System und eine freundliche, offene und sichere Atmosphäre. 

Wuivenkraft Seminare sind seit fast 20 Jahren ein bewährtes und kraftvolles Feld, um ganzheitlich zu wachsen.

Denn dann sind da auch noch die tieferen Veränderungen im Leben- wirkliche Schritte ins Neuland, Umbrüche und Wagnisse. Als Therapeutin kann ich feststellen: Die Motivation zur Veränderung kann letztlich nur von Innen kommen. Indem wir herausfinden, ob diese Veränderung in uns steckt, ob es etwas ist, was mit unserem tiefen Selbst übereinstimmt. 

Wenn eine Veränderung mich aus der Tiefe ruft, dann ist sie unausweichlich. 

Es geht also darum, zu lauschen und mit mir selbst in tieferen Kontakt zu kommen. 

Vielleicht sehnst Du Dich auch nach einer Veränderung oder spürst die Notwendigkeit? Möchtest wachsen- mehr hin zu Dir, mehr in die Tiefe und Weisheit, die in Dir sind? Seit Urzeiten sind die Menschen zu diesem Zweck hinausgegangen in die Natur. Allein im Wald, mit Ritualen und viel Zeit zum Lauschen. Veränderungen wachsen. Sie sind organisch. Wenn Du Dich und Deinen Körper mitten ins Herz der Natur hineingibst, entsteht Resonanz - Du gibst dem Leben eine Chance, mitzumachen - und dann wird es „stimmen“.

 

Was möchtest Du verändern?

Welche Veränderung möchtest Du feiern und bekräftigen?

Wohin möchtest Du wachsen?

 

Die nächste Möglichkeit, dies in einem angeleiteten Rahmen zu  tun, ist jetzt im Juni- eine Medizinreise zur weiblichen Kraft, mit einer eintägigen Visionssuche in der Natur - um Veränderungen zu bekräftigen, um zu lauschen, was wirklich leben möchte in Dir und kraftvoll neue Weichen zu stellen.

 

 

Wußtest Du eigentlich, das Du das aktuelle Sahnehäubchen auf dem Leben bist?

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Unbehagen wächst die Kraft

Im Kern von  jeglicher Entwicklung gibt es eine vertrauensvolle Offenheit. Als Kind gehen wir die ersten Schritte in diesem Vertrauen. Jedes neue Level unseres Lebens und Bewussteins erreichen wir, weil inmitten von Angst, Verzagtheit oder Starre in uns auch diese Fähigkeit zum Offen- sein ist. Jede Krise, die wir meistern, birgt die Gefahr, dass wir uns in der Angst verlieren- und die Chance, vertrauensvoll in das hinein zu wachsen, was wir noch nicht verstehen und es zu lernen, während es geschieht. Mit all der Unsicherheit und Angst, die diesen Prozess begleitet.

Gerade leben wir in einer Zeit großer Anspannung. Kriege, Terror, Armut, undurchschaubare Wirtschafts- und Politik- Allianzen, Flüchtlingsströme- eine Krise reiht sich an die andere. In all dieser Unsicherheit kommen wir mit tiefsitzender Angst in Kontakt. Angst ist allgegenwärtig - wie gehen wir damit um? Wir stehen gerade auf dem Prüfstand, betreffs der Grundwerte unseres sozialen Zusammenlebens- Unantastbarkeit der Menschenwürde- Schutz der Menschenrechte, Gleichheit aller vor dem Gesetz. Dieser Werte sind wir uns sicher, solange wir uns sicher fühlen. Aber wenn es wackelt an der Basis, dann kommt die Angst. Wie kann es gehen? Was kann ich tun? Wohin wird das führen? In Angst reagieren wir anders, sind  angespannt.  Die weltzentrische Sicht verengt sich wieder. Wir werden defensiv, jeder Mensch auf seine Weise. Und das ist  der Punkt, an dem wir die Chance brauchen. 

Für mich bedeutet das : Offenheit riskieren. Meine Angst wahrnehmen. Das Aufgewühltsein, das Gefühl von Unbehagen, das ich habe, wenn ich keine Lösung weiß. Die gefühlte Unumgänglichkeit des Handelns. Die Ohnmacht, wenn mir Lösungen einfallen und ich nicht die Werkzeuge habe, sie auf den Weg zubringen. Vertrauen bedeutet: das alles gehört dazu. Ich sitze eine Weile damit, lausche - übertöne es nicht gleich mit Aktionismus oder Rückkehr zum Gewohnten. Sondern bleibe drin- ganz nah, ganz intim mit der Angst, mit diesem unguten Gefühl. Denn die Lösung, der heilende Impuls wächst aus diesem Boden. Das Unbehagen ist der Dünger. Von Innen her kann ich zu einem wirksamen Handeln kommen.  Alles Gute, das geschehen kann, ist bereits in uns, es wächst in dieser angstvollen Verunsicherung. Stärken wir also unsere Offenheit, die Fähigkeit, mit der Realität  in Kontakt zu sein- Innen und Außen! Dann wurzelt das Handeln in einer kraftvollen Erde und wird Früchte tragen. In meiner Praxis  unterstütze ich Sie mit wirksamen Methoden der integralen Psychotherapie dabei- und für Frauen gibt es im Januar eine wunderbare Möglichkeit, im Wuivenkraft Seminar mit Watsu in ein tieferes Vertrauen zu gelangen.

 

 

 

 

Von der Amsel, die den Schnabel hielt
 

Im ganzen Universum sind wir die einzige Spezies, die anders sein will, als sie ist. Das ist sehr schmerzlich und absurd. Stell dir eine Katze vor, die mit verspannten Pobacken herumläuft, weil sie damit eine bessere Figur macht.

Eine Maus, die bei der Paarung mit Mäuserich den Bauch einzieht!

Eine Amsel, die am ersten lauen Frühlingsabend verschämt auf der Birke sitzt und schweigt, weil sie sich nicht zu singen traut- aus Angst sich zu blamieren!

Jeder Moment, in dem wir üben und wagen, so zu sein, wie wir sind, bringt uns in neue menschliche Räume. Jeder Versuch, das auszudrücken, was wir fühlen, mit und trotz unseres Bewusstseins darüber, dass Fehler dazu gehören, bringt die menschliche Evolution enorm voran. (Soweit meine Gedanken...)

 

"Sei frei von Kummer.

Bedenke, wer die Gedanken erzeugt!

Warum bleibst du im Gefängnis,

obwohl die Tür weit geöffnet ist?

Befreie dich aus dem Gestrüpp des Angst- Denkens.

Lebe in Stille.

Fließe abwärts und immer weiter abwärts,

in ständig weiter werdenden Ringen des Seins." Rumi

 

 

Tantra Today

 Sex  veranstaltet in unserer gegenwärtigen Kultur  einen großen Lärm. Sex sells - Produkte werden  mit  erotischen Bildern  aufgeladen, um  sie zu verkaufen. Die junge  Generation wächst mit Pornos auf, deren mildeste  Form so  aussieht,  wie  das,  was  in  den  80er Jahren „hardcore“ hieß.

Porno goes Pop. Daraus erwächst  der Drang, sich alles  sofort einzuverleiben – Essen, Unterhaltung, Sex. Aus  dieser Konsumhaltung entsteht Überdruss und  auch  Verletzung. Das  führt  dann  oft zu  Verweigerung und  Rückzug - Sexualität  wird  zu einer Herausforderung, die man  sich kaum noch zutraut.

 

Wir haben eine aggressiv- erotische Gesellschaft.

Die Schreckensvision heute ist das Nicht- Begehren.

In den 68er Jahren kämpfte man in der  sexuellen Revolution  gegen die Unterdrückung der Lust – sinnvollerweise, denn wir hatten eine Geschichte jahrhundertelanger Unterdrückung der Sexualität.

Was wir heute aggressiv betreiben ist eine Entzauberung  und  Technisierung der Sexualität. Körper wie  Objekte.  Funktionale Lust. Pflicht zum Orgasmus. Das Leistungsprinzip wird  auch  auf  die Sexualität angewendet. Durch die Medien  wissen wir sehr genau, was  die  anderen  (angeblich) so treiben, wie sie es treiben, wo und warum, wie oft und mit welchen Varianten. Wir treten zwangsläufig in einen quasisportlichen Wettbewerb. Wir suchen nach Trainingsmethoden und Tricks, damit unsere Übung besser gelingt. So wird heute auch Tantra vor  diesen Karren  gespannt: mehr  erleben,  intensiver, sensationeller!

 

Der ursprüngliche tantrische Weg  ist  ein Weg  der  Entspannung.

Es  ist ein  „weiblicher“ Weg  in  dem  Sinne,  dass er  rezeptiv  ist. Im Tantra  geht  es  darum,  nach  innen zu  gehen. Dem,  was  ich  dort  finde,  Raum  zu  geben. Berührbar  zu  werden.

Das  steht im Gegensatz zu unserer Kultur, wo es sehr um das „Außen“ geht, das „machen“ und kontrollieren.

Beim originär tantrischen Weg – ist die Sexualität  nicht bedeutsamer als alles andere. Es  geht  darum,  Achtsamkeit  in  alle Aspekte  des Lebens  hineinzubringen. (Essen, Fahrradfahren, tippen, lieben, kacken…)

 

Tantrismus  ist eine  Lebenspraxis. Ich kann dort  lernen,  wie ich sexuell sein und damit  zugleich entspannen kann.  Dann  tun  sich innere Erlebensräume  auf -  tief, köstlich, nachhaltig lebendig. Auch beim Sex.

Auch  in Ostwestfalen.... ;)

Einzelsitzungen für  Männer,  Frauen  und Paare, sowie  das  Jahrestraining  für  Frauen sind  Teil meiner  tantrischen therapeutischen  Arbeit. 

 

 

 

 Wuivenkraft Seminare -

so etwas wie eine Lebensküche.

 

Das ist ein Raum, in dem Leben behütet und gestaltet wird.

Wir verbinden damit die Wärme eines Herdfeuers; einen Kessel, in dem köstliche und heilsame Suppe dampft, Lebenssuppe, deren Ingredienzien wir gemeinsam erforschen und kosten. Selbst Gesammeltes, mühsam Erworbenes, teuer Erkauftes, vom Leben Geschenktes: In der Lebensküche findet man Werkzeuge und Utensilien, Zutaten und Informationen, Austausch, Konfrontation …und Humor!

 

Die Lebensküche ist darüber hinaus ein Zufluchtsort für Frauen, die gestresst sind, hungrig aus der Wildnis des Alltags kommen oder deren Leben von einem rauhen Wind durcheinander geweht wurde. Sie finden dort Menschen, die mit den Wetterlagen des Lebens vertraut sind. Hier ist Raum, für alles, was uns bewegt: Emotionen, Verwirrung, Belastung und Schmerz. Aber auch Übermut, Leichtigkeit, Energie und Erotik. Wir dürfen so sein wir sind. Jetzt. In diesem Moment. Und wir dürfen uns neue Rezepte zusammenstellen für morgen. Für mehr Lebendigkeit, Glück, Gesundheit und Verbindung.

Dann gehen wir damit weiter: nach Hause, in den Beruf, in die Welt - dorthin, wo wir mit unserer persönlichen Kraft gebraucht werden.( Und dass die Welt weise Frauen braucht- war es je deutlicher, als jetzt gerade?)

 

Die Wuivenkraft Seminare als Lebens- und Liebesschule für Frauen haben in den vergangenen 13 Jahren ein lebendiges Netzwerk von Frauen hervorgebracht, die sich gegenseitig auf ihrem Weg unterstützen. Jede Frau, die Sehnsucht hat nach Tiefe und Erfüllung im Leben, ist hier willkommen.

Aber auch für Frauen, deren Lebensumstände sich verändern – z.B. durch Beruf, Beziehung, Wohnortwechsel, Geburt eines Kindes, Wechseljahre, ist Unterstützung wichtig. Meistes sind in solchen Zeiten jedoch die Frauen selbst Unterstützerinnen, sie geben viel und halten den Alltag durch hohen eigenen Einsatz am Laufen. So kennen viele den inneren Zustand der Erschöpfung, ein Gefühl, nur noch aus den eigenen letzten Reserven zu leben. Wenn Frauen so sehr „ihren Mann stehen müssen“, verlieren sie häufig den Kontakt zu ihren eigenen Impulsen und Bedürfnissen. Dann wird es Zeit, dass sie sich auf den Weg machen nach Hause.

 

In der Jahresgruppe beginnt die Reise zu den weiblichen Quellen der Kraft: Dem Gefühl, im eigene Körper zuhause zu sein, Entspannung und Lebendigkeit zu fühlen, Selbstannahme und Freundlichkeit mit sich selbst zu praktizieren, sich mit der Sexualität als urweiblicher, spiritueller Kraft neu anzufreunden. (Ja, und im Inneren mal Altes und Verbrauchtes „auszumisten“, gehört auch dazu!)

 

Neues und altes Wissen zu Gesundheit und Sexualität - aus Psychologie, Frauenerfahrung, Traumaforschung, Medizin, Tantrismus und Schamanismus wird im Jahrestraining vermittelt und erfahrbar gemacht.

Was wartet noch in den Regalen der Lebensküche? Ich lese mal vor: Massagen, neue Wege für Partnerschaft, gutes Selbstgefühl, Achtsamkeit, Flow, Naturerleben, Meditation, Feiern, Orgasmusfähigkeit, Selbstheilung, Körperglück…

 

Präventive Psychotherapie in der Gruppe- im Wuivenkraft Frauentraining „Der Weg nach Hause“ werden kraftvolle neue Impulse gesetzt.

 

 

 Wie lecker ist mein Leben?
Das Rezept meiner Lebenssuppe

 

Neulich im Schwimmbad betrachtete ich missmutig meinen Körper im Bikini. Cellulitis. Das wird mehr. Entsprechend ruppig war dann auch das anschließende Eincremen der so beanstandeten Glieder. Meinem Mann hätte ich so eine funktionale Einreibung nicht zugemutet. Jeder betreibt auf irgendeine Art Bewertungen des eigenen Körpers. Sie hinterlassen ein Gefühl von Unzulänglichkeit als Grundstimmung im Gemüt.

Wenn wir uns an Idealen messen, können wir nur verlieren – und dennoch läuft dieses Programm ab. Warum sind wir so anfällig dafür? Das Grundmuster dafür wird in den ersten Lebensjahren gelegt – in der Art und Weise, wie Mutter und Vater auf uns reagierten. In den ersten Lebensjahren lernen wir, wie wir sein sollten, damit wir okay sind, gesehen werden, geliebt werden. Die Beziehung zu uns selbst, unserem Körper, unserem Wesen ist sehr von Bemühen und Anstrengung geprägt. Was fehlt- auch den Eltern fehlte es schon, darum konnten sie es uns nicht geben-, ist ein tiefer, intimer vertrauensvoller Kontakt mit uns selbst. Mich als Ganzes freundlich wahrnehmen, meinen Körper spüren, mich entspannen damit. Oft spüren wir uns erst, wenn der Körper streikt. Wenn wir krank, verspannt und verstimmt sind, werden wir wach und beachten die Körperteile, in denen es nicht mehr „funktioniert“. Die Aufmerksamkeit für uns selbst ist dann da – aber sie ist bestimmt von Angst oder Sorge.

Dennoch gibt es einen Bereich im Leben, da wünschen wir uns das Körperliche, das Spüren, die Intimität: in Partnerschaft und Sexualität sollte es – wie mit einem magischen Hebel umgelegt – sinnlich, vertrauend und lustvoll zugehen.

 

Was wir körperlich, emotional und sexuell empfinden ist ein Menü, das wir eigenhändig im täglichen Leben zubereiten. Das Rezept allerdings haben wir während unserer Entwicklung bekommen- in der Zeit bis zum 7. Lebensjahr und auch in den Jahren der Pubertät wird unser Körperempfinden und die Beziehungsfähigkeit am deutlichsten geprägt. Wie haben wir die Jugendjahre erlebt? Wie war der erste erotische Kontakt ? Wie reagierten andere Menschen auf unseren veränderten Körper? Welche Rollenvorbilder gab es ? Heute werden wir stark vom einem Idealbild geprägt, dass mit „perfektem“ Körper wirbt – so schlank und stylish, dass es solche Frauen in Wirklichkeit kaum geben kann. Wenn demnach die Zutatenliste zu unserem Lebensmenü aus Anstrengung, Selbstkritik, innerer Abwesenheit, Beurteilungen, Angst und Funktionalität bestehen, wird es auch danach schmecken!

Um in diesem Küchenbild zu bleiben- wir kochen uns in jedem Moment dieses Gericht. Das ist jetzt die gute Nachricht- wir können unser Rezept verfeinern und verändern! Einige Zutaten sind vielleicht einfach fad, ohne jeden Geschmack- unbeseelter Füllstoff, – wer kennt nicht diese Stunden, von Ablenkung und innerer Abwesenheit. Andere sind regelrecht giftig- z.B. übermäßige Selbstkritik, alte Angst und Scham. Dann gibt es diesen altbekannten Frust, wenn das sexuelle Menu einfach nicht schmeckt! Ein Teil des Frustes kommt als Selbstvorwurf wieder in die eigene Suppe und einen anderen bekommt unser Partner verpasst- sollte der nicht eigentlich dafür sorgen, dass Leben und Liebe schön werden ?

Eine Möglichkeit, wirklich etwas zu verändern ist, sich das alte Rezept einmal genau anzuschauen. Wenn wir uns bewusst machen, was wir uns da so automatisch immer kreieren, können wir nach und nach freier werden und neue Gerichte ausprobieren. Wenn die Sehnsucht nach mehr Lebendigkeit und Sinn zu uns durchdringt, geben wir vielleicht frische gute Dinge hinein- neue Ideen und Erfahrungen.

 

Integrale Psychotherapie ist Rezeptforschung- welche Zutaten sind in meiner Familie vorhanden gewesen? Was habe ich gelernt darüber, wie ich sein sollte, was ich fühlen sollte, was ich tun müsste um gesehen oder geliebt zu werden? Die körperorientierte Psychotherapie gibt uns auch einige bewährte neue Rezepte mit - Übungen für ein gutes Körper- und Selbstgefühl. Das Gute ist: wir können das, was wir als Kinder in unserer Familie nicht lernen konnten, später nachholen. Lieben lernen. Entspannen. Freundlichkeit mit uns selbst. Auch die Erfahrungen der Jugend lassen sich noch ergänzen – „Pubertät ist nie zu spät“, sage ich immer augenzwinkernd….

 

Wenn wir irgendetwas ändern wollen an dem Zustand, in dem wir sind, wenn wir uns Erfüllung wünschen und Glück, Heilung und Tiefe, gibt es immer nur einen Ort, von wo wir starten können.

Das ist da, wo wir jetzt gerade sind. Mit unserem alten Rezept, das wir interessiert erforschen. Und in unserem Körper- in möglichst liebevoller Anwesenheit, um Präsenz und Bewusstheit in unsere Körperzellen zu bringen.

Von hier aus ist es möglich, ein bisschen tiefer zu sinken, in die Wahrheit dieses Momentes, die Wahrheit meiner Situation. Und damit zu entspannen. Dann gibt es Momente, in denen wir keine Rezepte mehr brauchen, weil wir die Suppe sind. Die köstliche wunderbare Essenz, die wir immer schon waren. In diesem Sinne verstanden ist Psychotherapie eine innere Arbeit, die uns zum eigenen Wesen führen kann- und die Leiden und Beschwerden, die uns dorthin führen sind Einstiegsluken in eine spannende innere Welt.

 

Körperglück
 

Vom Grübeln zum Tanzen

Rein theoretisch habe ich es schon kapiert: Sexualität ist etwas Natürliches. Mein Körper ist liebenswert und schön, so wie er ist. Meine Liebesbeziehung wird erfüllter, wenn ich mich selbst liebe. Ist klar, wir haben das eingesehen. Aber wie geht es uns in der Praxis? So ganz normal, Dienstagmorgens im Bad. Wenn keiner guckt.

Was lässt mich beim Sex immer wieder stolpern und verzweifeln? Wem gebe ich die Schuld? Dem Partner - oder mir selbst- weil ich eben nicht richtig funktioniere? Warum fällt es oft so schwer, auch nur halbwegs freundliche Gedanken an sich selbst zu senden?

Beurteilungen der weiblichen Körper und unserer Psyche sind kollektiv und persönlich tief in uns verankert. Wir kennen das Gefühl, nicht geliebt zu werden, nicht zu genügen. Das sind Praxis- Erfahrungen. Deshalb ist es nötig, auch in der Praxis neue Muster einzuüben. Lieben zu lernen. Neugierig zu erforschen, wie es sein kann. Verstehen ist nur der erste Schritt. Erleben ist das, was Veränderung bringt.

 

Egal, wo wir gerade stecken- es ist jederzeit möglich, einen Schritt in die Praxis zu tun. Vom Reden zum Spüren. Vom Grübeln zum Tanzen. Vom Jammern zum Ausprobieren. Wer jedoch ganz allein vorm Spiegel steht, hat es schwerer. Wir brauchen einander als Frauen, um zu erforschen, wie weibliche Lust, Liebe und Lebenspraxis wirklich sind. Das ist eine wunderbare Pionierarbeit. Eine Möglichkeit, dies zu tun ist ein Frauenkreis. Das Wuivenkraft Jahrestraining für Frauen bietet schon seit vielen Jahren diesen freundlichen und wirksamen Forschungsraum.

Wir dürfen so sein, wie wir sind. Jetzt. In diesem Moment. Und wir dürfen uns neue Rezepte mischen für morgen: für mehr Lebendigkeit, Glück, Gesundheit.

 

Das eigene Betriebssystem verstehen
Psychotherapie digital:  Wie funktioniere ich?

Der selbstverständliche Umgang mit Computern schafft auch für unser Innenleben eine interessante Betrachtungsweise. Welche Programme sind bei mir installiert? Tatsächlich verbinden sich in den ersten Lebensjahren Millionen von Gehirnzellen zu einem komplexen synaptischen System- das Betriebssystem, mit dem wir es dann zu tun haben. Wie sehr kann ich vertrauen? Wie reagiere ich auf Nähe? Wie ist mein Kontakt zu mir selbst? Mit den Jahren laufen dann diese Programme und bescheren uns dementsprechende Erfahrungen. Bin ich immer nur für andere da? Werde ich von einem inneren Kritiker ständig hinterfragt? In der Psychotherapie werden diese Systeme objektiv und mit Wohlwollen erforscht.

Wie ist Ihr Virenschutzprogramm?

Viele Menschen installieren in der Therapie eine Art Firewall: sie lernen „nein“ zu sagen zu Überforderung und Dingen, die sie nicht wollen. Einige installieren ein Erkennungssystem für die destruktiven Spams von inneren Kritiker. Delete!

Und gewinnen damit Zeit und Speicherplatz für das eigentliche Programm. Und da sind wir auch schon am Ende des Vergleichs Rechner/ Mensch.

Unsere menschliche Essenz ist unendliche Lebendigkeit.

Dieses Programm braucht nicht installiert werden- es läuft die ganze Zeit- solange wir leben. Das eingeprägte Betriebstsytem legt fest, wie viel Lebendigkeit ich spüren kann – wer es versteht, aktualisiert und pflegt, wird lebendiger. Lebendigkeit kann sich in immer frischer neuer Weise ausdrücken: wenn wir lieben. Wenn wir fühlen. Durch unseren Willen, unsere Kraft. Durch Gegenwärtigkeit und Neugier auf den Augenblick. Dann sind wir in Kontakt mit der Intelligenz, die dies alles erschafft- das Leben selbst.

 

 

Stürmisches Seelenwetter

 

Vorbeugen ist besser als heilen

 So lautet ein uralter  Leitsatz in der Medizin. Das gilt auch für die Psychologie. Prävention  in der Psychotherapie ist ein individuell ausgerichtetes Programm,  das auf grundlegenden Studien der WHO basiert.

Prävention hat viele  Themen:

Einen  guten  Rhythmus  von Bewegung und  Ruhe  finden,  Einschlaf-  und  Durchschlaftraining, Entspannung. Oft  geht  es  auch  um  Informationen: 

Wie kommt man gut durch die   dunkle  Jahreszeit?

Wie  kann  ich  mehr  in  der  Gegenwart  sein,  anstatt  im  inneren  Sorgenkarussell? Wie  kann  ich  in  der  Partnerschaft  eine  entspannte  Kommunikation erlernen?

 

Eine  innere Schutzhütte  für  dunkle  Tage

Prävention ist wichtig. Stellen Sie sich vor, wie ein Mensch während eines schweren Unwetters versucht, sich eine schützende Hütte zu bauen.

Das  ist schwere Arbeit. Ob es  gelingt? Nass wird er dabei auf jeden Fall.

Wir leben in einer Kultur, in der wir nicht lernen, wie wir uns so eine innere Schutzhütte errichten können- im Gegenteil- die Hektik unseres Alltags lässt uns in der Regel nicht einmal Gelegenheit, an so etwas zu denken.

 

Dann stellen Sie sich jemanden vor, der sich die Hütte baut, bevor das Wetter umschlägt- ganz in Ruhe, mit Picknickpausen in der Sonne. Wenn dann ein Unwetter kommt, kann er das Wetterchaos relativ trocken und warm überstehen. Das ist psychotherapeutische Prävention.

 

Das  „sonnige Seelenwetter“  nutzen

Beim „Hüttenbau“  kann  es auch  darum gehen, die eigenen Begabungen zu finden, Lebendigkeit und Gefühle auszudrücken. Die  eigene prägende  Geschichte  zu  verstehen  und  einengende  Verhaltensmuster  zu  ändern,  setzt  großes  Potential  frei.

 

Psychotherapie  ist  absolut  hilfreich, wenn  das  „innere Seelenwetter“  schon  stürmisch  und  grau  ist. Wer   jedoch  schon  mal  vorab, bei  innerem  Sonnenschein,  den wichtigen  Themen  Beachtung  schenkt, profitiert enorm:   Lebendigkeit, Balance, Zufriedenheit  und  eine persönliche  Schutzhütte  für  dunklere  Tage sind wertvolle  Geschenke der präventiven  Therapie.

 

 

Ein Jahr für die Weiblichkeit

 

Ein Jahr für die Weiblichkeit

 Mit großem Respekt sehe ich, wie sehr sich Frauen engagieren – für ihren Beruf, ihre Kinder, ihre Beziehungen, ihre Kreativität. In meiner Praxis gibt es seit einiger Zeit eine Sexualitätssprechstunde. In diesen Stunden wird deutlich, wie viel Unterstützung und Mut  wir Frauen brauchen, um uns  auch für unsere eigene Sexualität  zu engagieren.

In der Generation der Mütter und Großmütter hieß es noch:  Eine „gute“ Frau empfindet sexuell gar nichts.  Nachdem die sexuelle Revolution hinter uns liegt heißt es: alles muß easy sein, wie haben multiple Orgasmen.

 

Was Sexualität für uns Frauen wirklich bedeutet, was wir tatsächlich erleben, was unser Potential ist und was dies für die Beziehung zum Mann bedeuten kann, das wird erst jetzt, von unserer Generation, erforscht.

 

Wir suchen  in der Einzeltherapie und in der Frauenjahresgruppe nach den Spuren und Zeichen der Wahrheit über uns selbst, unseren Wurzeln, unseren Flügeln.

„Der Weg nach Hause“ ist ein therapeutisches Jahrestraining, das Frauen

Mut macht, aus den Erwartungen, wie „es“ sein sollte, herauszutreten.

Die Art, wie ich mich der Sexualität öffnen kann hat viel zu tun mit der Art,  wie ich mich insgesamt dem Leben  öffne. Wir schauen deshalb  wohlwollend auf das, was uns geprägt hat- das Schmerzliche und das Schöne, um von da aus zu wachsen. Wir werden neugierige Forscherinnen, die freundlich und voller Staunen spüren – anstatt mit kritischer Erwartung.

Was wir finden ist immer eine reiche innere Welt – tief, sinnlich, frisch, facettenreich, spirituell, profan, erdig, lustig, erotisch, weiblich.

Die nächste Jahresgruppe beginnt im Juni 2013.

 

Meditation und Vergnügen

 

Meine  Geschichte  damit  ist  lang  und  vielfältig. Lange  Zeit  saß ich  auf  einem Kissen, die  Finger  formten  eine  Art  Mudrah. Meine  Knie taten  weh. Und immer  dachte  ich: Verdammt  ich  denke  schon  wieder was! Ich blickte  in  Kerzenflammen, richtete  meine  Achtsamkeit  zum 3.  Auge. Ich bekam  ein  Mantra, das ich mit  jedem  Atemzug hin  und  her murmelte, machte  yogische  Körperübungen und hechelte mich  durch  kathartische  Atemsitzungen. Über  viele  Wochen ging  ich  tapfer (ich =  Morgenmuffel mit  Kreislaufproblemen) in der Frühe  zum „dynamischen“  Meditieren. Mit  röchelnden  Stimmbändern  putze  ich meine  Chakren  durch. Oder kehrte  bei  lauter klassischer  Musik immer  zur tiefen  Bauchatmung  zurück. Ich  habe  absolut interessante  Erfahrungen  gemacht:  Augenrollübungen, Anschreimeditationen, Baumumarmen, Gelächter im Kreis,  Singen  und  Summen! Zu Trommeln tanzen bis man umfällt. Innenreisen  mit  Zwitschermusik.

Ich  wählte am  Ende die  Methode, die mir  am  meisten Spaß machte. (Es ist keine  von  den  anstrengenden. Ich  bin eher  der  Genussmensch)

Ich möchte wirklich vor  allem,  dass  mir  das,  was  ich  da  täglich  tue,  Vergnügen  bereitet! Und  zwar  schon  während  ich  es mache- und nicht  erst  irgendwann, wenn ich  es dann  erst „besser“ kann! Wenn  es  mir  Spaß  macht,  dann  freue  ich mich  schon  darauf!  Und  dann tue ich  es  auch. Und das  ist  es,  worauf  es  ankommt!

Ja- meistens   müssen  wir  einige s ausprobieren, bis  wir  das gefunden  haben,  was  uns  schmeckt. Denn  meditieren ist  etwas  sehr  persönliches.  Die  Art  und  Weise,  wie man GERN hineinkommt   in diesen exquisiten Zustand  von Meditation, der ja  nichts  anderes  ist,  als  unsere  wahre Natur, der „homeplace“,  kann  von  Mensch  zu  Mensch  sehr  unterschiedlich  sein.

Meditation  ist  ein  integraler  Bestandteil  in  meiner  psychotherapeutischen Praxis  und  in  den  Gruppen. Immer  geht  es  auch  darum, Verschiedenes auszuprobieren, um  herauszufinden: Was ist  meins? Worauf  fahre ich  ab? Was ist  der  Spaß daran? Die  nächste  Möglichkeit für  Frauen, das  in  einem Seminar  herauszufinden  ist im Juni, beim „Tanz der  Göttinnen“. Wie  immer  mit Tiefgang  und  Humor- ich  freue mich  darauf  und  wünsche  uns  allen einen schönen  Frühling! Schwimmmeditation. Gelassenbleibtrotzregenübung, Eisschleckmeditation. Sternenhimmelbetrachtung, Sonneaufhautfühlend…