Integrative Körperarbeit

 

Integrative Körperarbeit ist eine Therapieform, die mehrere psychotherapeutische Ansätze miteinander  verbindet und damit die vielfältigen Beziehungswelten in denen wir leben, berücksichtigt.

 

Die Beziehung, zum Unbewussten. 

Das ist die  Ebene, wo ein Mensch sich aufteilt in: So bin ich, so bin ich nicht. Dabei können grundlegende Dinge  der Persönlichkeit nicht wahrgenommen werden- im Unbewußten sind sie eingekapselt, der bewussten Wahrnehmung nicht zugänglich.

Das geht einher mit dem Gefühl des Mangels -  „ich habe es nicht“ und der Tendenz, es draußen,  bei anderen, in der Umgebung wahrzunehmen. Das was ausgegrenzt ist, wird immer  versuchen, sich zur Kenntnis zu bringen.

Auf dieser Ebene zeigt es sich als Symptom.

Im „Schatten“ liegen neben Unerwünschtem, Schmerzlichen  auch wahre Schätze verborgen- Talente oder Gefühle. Ziel der tiefenpsychologischen Arbeit ist:  ich erweitere mich und  nehme diese Dinge als mir zugehörig an.

 

 

Die Beziehung zum Körper.

Es gibt das Gefühl, getrennt  zu sein vom Körper.  Die Grenze verläuft zwischen intellektuellem Verstehen und Körpergefühl. Sie wird errichtet, um Schmerz abzupuffern.  Jeder verdrängte Impuls äußert sich als Anspannung im Körper. Bei traumatischen  Erfahrungen wird das Bewusstsein aus dem Körper  abgezogen und konzentriert sich ganz im Kopf, der  versucht, es zu halten und zu kontrollieren. (Vitalschock)

Ziel der  Körpertherapien ( u.a. Bioenergetik, integrative Körperpsychotherapie, Atemtherapie) ist es, Selbst- und Körpererfahrung in Einklang  – und die ursprüngliche Vitalität wieder in Fluss zu bringen. Dann  entsteht ein profundes und konstantes Kerngefühl des eigenen Selbst, weil es im Körper verwurzelt ist („I am experience – J. L. Rosenberg)                

 

Die Beziehung zur Umwelt.

Als Menschen sind wir immer eingebunden in eine größeres System – Beziehungen zu anderen, Familie, Gesellschaft, Natur. Hier geht es darum, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die Systeme, in denen ich war und bin, mich beeinflussen. Daraus entwickelt sich  ein Gespür dafür, wie alles was ich tue, Wirkung auf meine Umwelt hat. In systemischen und auch  auf Ökologie basierenden Therapieformen  ist das Ziel: Verstehen und spüren, wie ich als  menschliches Wesen in größere Zusammenhänge eingebunden bin, die mich beeinflussen und auf die ich  Einfluss nehme. Lernen, damit umzugehen beinhaltet immer ein Annehmen von Begrenztheit und die  Anerkenntnis dessen, dass  es Verletzlichkeit  gibt und Leben  immer auch fragil ist.

 

 

Die Beziehung zum Transzendenten. 

Es gibt Erfahrungen, die weit  über das Persönliche  hinausgehen. Als Menschen erleben wir immer wieder Momente, wo wir uns tief verbunden fühlen mit etwas, das sehr viel  größer ist als wir-  Weltenschau, Kontemplation, Innere Stille. In der komplexen Psychologie von C.G. Jung, im Schamanismus und im Tantrayoga wird mit diesen Erfahrungen gearbeitet. Vor allem geht es darum, Präsenz zu entwickeln, weniger identifiziert zu sein, sich selbst als Energie wahrnehmen zu lernen, die sich nicht unterscheidet von dem, was „außen“ ist.

 

 

Ziel  der  Integrative Körperarbeit ist  es,  Menschen  in  allen Beziehungsebenen zu unterstützen,  die einengenden Grenzen behutsam zu erweitern und den natürlichen Energiefluss in Körper, Psyche, Beziehungswelt und Geist zu kräftigen.  Dabei  verbindet sie Methoden der auf der jeweiligen Ebene angesiedelten Therapeutischen Schulen.